Freitag, 28. Oktober 2016

Tag 25 Waynesboro - Washington D.C.

Ja, ich habe gelogen, ja, ich habe mein Versprechen gebrochen. Aber ich bitte, mir zu glauben, wenn ich sage, das war nicht geplant. Es gibt doch noch mal etwas "Natur."
Wie geplant war ich nur wenige Minuten nach verlassen des Hotels auf der Interstate 64 Richtung Westen, um bald darauf erst Richtung Norden und dann irgendwann Richtung Osten under Hauptstadt der USA abzubiegen.
Doch nach etwa einer halben Stunde Autofahrt, sah ich ein Schild am Straßenrand, das die Grand Caverns ankündigte. Mein Navi sagte mir, dass ich über zwei Stunden vor dem Check-in in Washington sein würde und so dachte ich mir, warum davon nicht etwas unter der Erde zu verbringen. 
Gesagt getan und etwa 6 Meilen entfernt der Autobahn stand ich auf einem fast leeren Parkplatz vor dem Eingang.

Wer im ADAC ist und in die Staaten reisen will, sollte nicht vergessen, eine AAA-Karte des ADAC mitzunehmen. AAA (gesprochen: Triple-A) ist das hiesige Pendant zum ADAC. Grade im Süden bekam ich, mit Vorlage dieser Karte, immer wieder Rabatte. Hier waren es fast 20% des Eintrittspreises.

Hier findet etwa alle anderthalb Stunden eine Führung statt, die ca 70 Minuten dauert und die sich richtig lohnt. Unsere Gruppe bestand nur aus 3 Personen, so dass der Führer beschloss, auch in einen kleinen Seitenarm zu gehen, in den er nicht mit allen geht, da die Kammer dort sehr klein ist. Die Höhle ist riesig und beeindruckend. Allerdings kann nur ein drittel der ganzen Höhle besichtigt werden. 
Die Höhlen wurden schon 1804 entdeckt und seit 1806 werden hier Führungen angeboten. Aber erst 2004 sind Forscher in eine kleine Spalte gekrabbelt und haben, nach langem Robben durch einen 80 cm hohen Gang einen Bereich gefunden, der doppelt so gross ist, wie der bereits entdeckte, der aber wohl der Öffentlichkeit, aufgrund seiner Unerreichbarkeit, nicht zugänglich gemacht werden wird. Man hat dort aber vieles gefilmt und dieser Film wird nach der Führung angeboten anzusehen.

Die Höhlen, durch die die Führungen gehen, haben schon Soldaten beider Seiten im Bürgerkrieg besucht, was man durch Unterschriften an Wänden gut nachvollziehen kann. Auch wurde ein Bereich der Höhle früher für Tanzfeste genutzt, wobei die Damen in alten Kleidern in die Höhle krochen und sich erst darin festlich umzogen. In einem sehr großen Raum wurde dann, unter hunderten von Kerzen gefeiert.

Wer sich für Höhlen und oder Geologie interessiert, für den ist diese Höhle mit Sicherheit eine Reise wert, sie ist groß, beeindruckend und wohl nicht sehr stark besucht.

Besonders beeindruckt hat mich, während der Führung, als der Guide demonstrierte, wie man sich früher in der Höhle bewegen musste. ER betätigte einen Schalter und um uns ging alles Licht aus, nur eine Kerze, die er angezündet hat war noch an. Das man so solche Höhlen erkunden konnte, ist schon unglaublich, aber dann erzählte er die Geschichte von zwei Männern, die die Höhle besuchten, und die, durch einen Unfall, ihre Fackeln löschten. Dabei blies er die Kerze aus und es war wirklich dunkel. Ich habe sprichwörtlich die Hand vor Augen nicht gesehen und ja, ich habe es versucht.
Alle schwiegen und man hörte nur noch das leise Tropfen von Wasser, keinen Wind, und vor allem keine Geräusche wie Autos, Handys oder was wir sonst im Alltag hören. Das man sich so in der Höhle bewegen und vor allem orientieren können sollte, ist unglaublich. Die Beiden ohne Licht haben es wohl aber heraus geschafft. Es soll danach Wetten gegeben haben, dass auch zu schaffen, manche ließen sich nach unten bringen, aber keiner schaffte es wohl, ohne dass man ihn dann später abholen musste.
Der Guide meinte aber, außer dem Stolz von verlorenen Wetten ist nicht bekannt, dass dort unten etwas begraben wurde.

Als dann aber das Licht wieder angemacht wurde, wurde es im Gang vor uns angezündet, den wir bisher nicht sehen konnten und der Anblick war unbeschreiblich schön. Ich habe immer noch nicht gelernt, wie man am Besten in Höhlen fotografiert, daher werden meine Bilder es nicht wiedergeben, aber dort war ein langer Gang mit einer Figur in der Mitte, die für mich wirkte, wie eine Mumie in einem ägyptischen Grab. 
Wir sollten schätzen, wie hoch die Figur sei, aus unserer Sicht, und ich lag weit daneben. Die beste Schätzung war 1,2 m hoch. Ich lag bei 50 cm. Aber, dort angekommen, war die Säule knapp über 2,5 m groß.
Wie sich das Auge doch täuschen lässt.







Die "Figur" von der ich im Text sprach.
Nach dem Besuch in den Höhlen, habe ich es nur um ca 20 km verpasst, die komplette erste Strophe aus dem Lied Country Roads abzuhaken. Die Blue Ridge Mountains hatte ich hinter mir und dann auch bald den Shenandoah River überquert. Nur West Virginia habe ich knapp verpasst.
Und wo wir beim Autofahren sind. Ich habe ja, mein Gott, es fühlt sich wie eine Ewigkeit hinter mir an, in Springfield erwähnt, dass ein Zug einen Bahnübergang eine längere Zeit blockierte. In New Orleans habe ich das dann auch erlebt, aber vergessen, darüber zu schreiben. Heute wurde ich aber daran erinnert. Wer hier an einen Bahnübergang kommt, wenn ein Zug kommt, der darf sich gerne etwas anderes vornehmen. Etwas essen gehen oder noch schnell eine Stadt besuchen oder sowas. Das kann länger dauern. Züge können hier verdammt lang sein, aber in bewohntem Gebiet dafür auch verdammt langsam.

Auch interessant ist, dass hier viele Wohnwagen nicht von Autos gezogen werden, sondern die Autos ziehen. Und damit meine ich nicht Minis, ich habe auch schon einen Dodge Ram hinter einem Wohnmobil gesehen. Hier war es nur ein Jeep.

Das Wohnmobil habe ich erst für einen Bus gehalten.
Als es dann auf Washington D.C. zu ging, wurde der Verkehr deutlich dichter, zweimal durfte ich kurz stehen, aber alles in allem habe ich immer noch sehr viel Glück mit dem Verkehr. Ich bin, bis zum Motel, immer noch gut und sicher durchgekommen. Heute habe ich zum ersten Mal, bisher hielt ich es für ein Gerücht, Schilder gesehen, die darauf hinwiesen, dass man die Geschwindigkeitsüberwachung hier aus der Luft überwacht. Wie das genau funktioniert, wer es weiß, darf es mir gerne erklärte, das weiß ich noch nicht.

Am frühen Nachmittag habe ich mein Motel in Washington bezogen. Es ist zwar sehr teuer, aber hier funktioniert mal alles. Volles TV Programm, der Router fürs Internet hängt sogar in meinem Zimmer, ein sauberes Bad, heißes Wasser... Dabei ist es, für die Verhältnisse hier in Washington D.C. sogar noch günstig. Es wäre kein Problem gewesen, hier bis 300 Dollar pro Nacht los zu werden und trotzdem kein viel besseres Motel zu haben. Aber es ist ja mal wieder Wochenende. Da ist alles teurer.

Eigentlich lüge ich schon wieder, mein Motel liegt gar nicht wirklich in Washington D.C., es liegt auf der anderen Seite des Potomac River, in Arlington. Direkt am Rand des berühmten Nationalfriedhof, den man aus vielen amerikanischen Filmen kennt. Z.B. der Soldat James Ryan beginnt und endet ja hier.
Die Kriterien dafür, auf diesem Friedhof begraben zu werden, sind hoch, aber kurz gesagt, man muss ein Held sein, aus amerikanischer Sicht, oder der Nachkomme eines dort Begrabenen.

Dieser Friedhof war heute Ziel meiner Reise und so habe ich mich auf den Weg gemacht. Zwischen meinem Motel und dem Friedhof lag nur eine Straße und das US Marine Corps War Memorial. Seine Gestaltung hat mich nicht unbedingt sonderlich überrascht, dieser Szene von Iwo Jima begegnet man ja immer wieder.

Das US Marine Corps War Memorial.
Nach einer Durchsuchung meiner Tasche und meiner selbst, aber das muss man überall hier über sich ergehen lassen, ich bin immer froh, dass meine Wanderhose einen Plastikgürtel hat, durfte ich den Friedhof betreten. Und wenn man ihn sich, nach dem, was man in Filmen sieht, groß vorstellt, dann reicht das nicht. Er ist wirklich riesig. Und all diese Leute haben seit dem Sezessionskrieg die Aufnahmekriterien erfüllt. Wohin man sieht, die weißen Grabsteine.
Ich zeige mal mehrere Bilder, sie sollten eigentlich nie den selben Bereich zeigen, es sind einfach so viele. Und noch viel mehr.





Die Brücke über den Potomac vor dem Lincoln Memorial, rechts der Obelisk.
Die Gräber geben alle Informationen, die über den Verstorbenen hier zu wissen sind. Mit einem Symbol die Konfession, natürlich Namen und Geburts- und Todesdatum, den Rang, die Waffengattung und ggf. die Kriege, in denen gedient wurde.

Die Vorderseite eines Grabsteins.
Hier und bei vielen anderen, war die Ehefrau mit begraben und in denen Fällen stehen ihre Daten dann einfach auf der Rückseite. Wenn man also von der einen Seite durch die Gräberreihen geht, sieht man die ganzen Soldaten, geht man auf der anderen Seite, sieht man die ganzen Eheleute der Soldaten. Wobei ich kein Grab eines weiblichen Soldaten mit der Rückseite des Ehemannes gefunden habe.

Die Rückseite des selben Grabsteins.
Dann hat sicher jeder mal in einem Film oder einer Serie aus Amerika ein Militärbegräbnis gesehen. Ja, es ist genau so. Militärkapelle, Salutschüsse, das Falten der Fahne, alles gehört dazu. Allerdings habe ich es nur aus der Ferne beobachtet, ich dachte, es gehört sich einfach nicht, sich dieser Zeremonie zu nähern. An einem Begräbnis, eines das direkt an einer Straße lag, hat ein Soldat auch den Durchgang blockiert, einem anderen Begräbnis hätte man sich nähern können und man kann sehen, andere haben es gemacht. Ich nicht.

Mit solchen Kutschen werden die Särge gefahren.

Die Ehrenwache und Militärkapelle.

Von hier wurde kurz darauf Salut geschossen.
Ich weiß nicht, wie viele Begräbnisse hier gleichzeitig abgehalten werden, aber ich konnte von einer Kreuzung aus zwei sehen.

Eigentlich wollte ich über den ganzen Friedhof gehen, um das Pentagon zu sehen, aber durch das zweite Begräbnis war mir der Durchgang versperrt. Daher führte mich mein Weg nun zum Grab des unbekannten Soldaten. Dieses wird hier von einem Guard bewacht, der mindestens so strikt ist, wie die Wachen in London. Wer sich hier nicht mit Anstand und Respekt verhält, wird freundlich aber bestimmt auf sein Fehlverhalten hingewiesen. Kurz, er wird angeschrien. Während ich dort war, ist das nicht passiert. Wer das aber mal sehen mag, dazu gibt es Videos auf Youtube.

Kurz nachdem ich dort war, sollte aber ein Wachwechsel stattfinden, den ich dann auch komplett gefilmt habe, vielleicht ist das Video was geworden, dann zeige ich es gerne nach meiner Reise.

Bei den Fotos sollte man einen Blick auf den Boden werfen, man sieht sehr genau, wo sich die Wache bewegt. Diesen Dienst zu machen ist eine besondere Ehre. Männer, die hier Wache gegangen sind, bekommen ein spezielles Abzeichen, was ihnen allerdings wegen Fehlverhaltens, auch wieder abgenommen werden kann. Auf jeden Fall braucht es sehr viel Disziplin, diesen Wachdienst durchzuführen.

Zum Wachwechsel wurden auch, in Rollstühlen, viele Veteranen aus Vietnam und Korea und auch zwei aus dem zweiten Weltkrieg in die besten Positionen geschoben. In Amerika geht nicht viel über die Heldenverehrung der Veteranen aus Kriegen und doch enden so viele von ihnen als Bettler auf der Straße. Wer einen Militärausweis hat, bezahlt nirgendwo den vollen Preis.

Das Grab des unbekannten Soldaten, mit der Wache links, und auf dem Boden, die Spuren von vielen, vielen Wachgängen.

Die Inschrift.


Die Spuren auf dem Boden, besser zu sehen.

Die Wache.

Dieses T-Shirt war nur eines von vielen, welches die Heldenverehrung sehr gut beschreibt. Dabei mag ich klugscheißen. De jure gibt es in den USA keine Amtssprache.

Die Veteranen beim Wachwechsel im Hintergrund.

Zuschauer beim Wachwechsel, es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass beim Wachwechsel weder gesprochen werden darf, noch man diesem sitzend beiwohnend darf. Selbstverständlich galt das nur für faule Zuschauer, nicht für Rollstuhlfahrer.
Angeschlossen gab es eine kleine Ausstellung über die Wachen und die Tradition der Guards. Richtig interessant fand ich hier, originale Medal of Honor zu sehen. Die höchste militärische Auszeichnung, die durch den Präsidenten verliehen wird. Es gibt sie, nach Waffengattung, in unterschiedlichen Ausführungen und mit ihr ist ein Ehrensold verbunden, aber auch andere Privilegien kann der Träger damit genießen.

Links die Medal of Honor, rechts oben, das Distinguished Service Cross, auch nur durch den Präsidenten verliehen, unter der Medal of Honor, dafür auch für Zivilisten. Rechts unten, das Purple Heart, das Verwundetenabzeichen.

Das Badge, das zeigt, dass man als Wache am Grab des unbekannten Soldaten gedient hat. Nummeriert, so dass man es dem Träger zuordnen kann.
Nachdem ich in Springfield das Grab des wohl bekanntesten republikanischem Präsidenten besucht habe, konnte ich hier noch das, des wohl bekanntesten demokratischem Präsidenten und das seiner Frau besuchen, bevor ich ins Motel zurück gegangen bin.

Links und rechts sind auch noch zwei Kinder beigesetzt.




Für morgen ist viel geplant, mal sehen, wie viel ich davon schaffe und wie lange ich durchhalte. Auf jeden Fall geht es morgen mit der Metro ins Herz von Washington D.C. All die Gebäude zumindest einmal von außen sehen, die man in so vielen Geschichtsbüchern, Dokumentationen und Filmen schon mal gesehen hat. Das Kapitol, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial und vieles mehr. Wünscht mir Glück, dass ich vieles davon schaffe und das ich lange genug durchhalte, um es auch noch beleuchtet zu sehen. Es wird ein langer Tag.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Tag 24 Boone - Waynesboro

So, das war mein letzter Tag in der Natur. Von nun an folgen nur noch Städte.
Gestern Abend habe ich den Rest meiner Reise geplant und die letzten Hotels gebucht. Zum Abschluss wird es nochmal teurer.

Aber erst mal zu Heute. Bei der Planung des Endspurts habe ich festgestellt, dass ich den Blue Ridge Parkway heute beenden musste, um in den Städten zwischen hier und New York City ausreichend Zeit zu haben. Das hieß aber, über 300 Meilen, also ca. 500 km fahren zu müssen, auf kurvigen Straßen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von, hm, erlaubten 75 km/h. Ich gebe zu, daran habe ich mich heute nicht immer gehalten.

Obwohl ich hier mehr als 1000 Meilen in der Woche fahre, heute habe ich das Auto fahren so richtig genossen. Die Straße war kurvenreich, dabei ging es immer auf und ab. Mit auf und ab meine ich, auf die Berge rauf und auch wieder ganz runter, nicht nur ein wenig hügelig. Und, es war sehr wenig Verkehr auf den Straßen, heute auch nach dem Mittag, auch wenn dann wieder ein paar Leute mehr unterwegs waren.
So wurde es ein richtiger Roadtrip, auf einer der tollen Straße, mit wenigen Stopps unterwegs.
Daher auch wenig Bilder, und die wenigen Bilder, die ich gemacht habe, wiederholen sich auch irgendwie.

Weiter durch bunte Wälder,...

... mal gradeaus,...

... mal kurvenreicher.

Heute gab es auch mal mehr nackten Fels zu sehen...

...oder Hütten aus der Zeit der ersten Siedler.

Virginia ist erreicht.

Die Hütte einer Hebamme.
Die Landschaft hat sich aber zu gestern schon verändert. Es gab heute mehr freie Felder zu sehen, nicht nur Wald. Immer wieder auch Häuser und Farmen, wobei ich noch nicht unbedingt von Ortschaften sprechen mag, zumindest nicht von Ortschaften, wie wir sie in Deutschland kennen. 
Auch hatten hier schon viel mehr Bäume ihr Laubkleid abgelegt und standen recht nackt in der Landschaft. Das war am Südende schöner, aber allgemein denke ich, man sollte den Weg, will man ihn fahren, von Norden nach Süden fahren. Dann kommt das Schönste zum Schluss. Mir hat es um Cherokee und in den Great Smoky Mountains besser gefallen. Wobei das nicht fair klingt, denn hier ist es immer noch toll. Nur halt, gestern und vorgestern wurde ich so richtig verwöhnt und der Maßstab sehr hoch angesetzt.

Ich habe noch mehr Bilder von der Straße und den Ausblicken gemacht, aber die hänge ich heute ans Ende, damit die, die ich damit langweile, sie einfach auslassen können.

Etwas sehenswertes gab es unterwegs aber doch. Die Siedlung von Edwin Boston Mabry, die er 1905 angelegt hat. Man findet sie unter dem Namen Mabry Mill.  Dort gibt es eine Wassermühle, deren Wasserrad noch immer dreht, die noch immer betrieben werden kann. Sie diente erst als Getreidemühle und später auch als Sägemühle.
Außerdem gab es dort noch eine alte Schmiede, eine Weberei und eine Destille für Moonshine. Mit Moonshine bezeichnet man in den USA umgangssprachlich schwarzgebrannten Alkohol.
Ich finde es unglaublich, dass Menschen wirklich so und mitten in der Wildnis gelebt haben.

Die Mühle.

Die Wasserversorgung fürs Mühlrad.



Links die Schmiede, rechts die Weberei und hinten, in der Mitte, die Mühle.

Eine Tierfalle.

Die Destille,...

... samt Beschreibung.
Nach dem Besuch an der Mühle, standen weitere, viele Meilen auf dem Plan. Dabei gab es sogar etwas Regen gegen Ende, aber nicht wirklich viel und als ich zu meinem letzten geplanten Stopp kam, war es auch wieder trocken.
Und so stand einer Wanderung auf den Humpback Rock nichts im Wege.

Angegeben wurde der Weg mit 0,8 Meilen, was ja erst mal nicht so viel klingt. Allerdings legt man dabei 230 Höhenmeter zurück, was einer durchschnittlichen Steigung von fast 18% entspricht. Ich habe geklungen wie eine Dampflok, als ich mich endlich nach oben geschleppt hatte.
Aber dafür wurde ich mit einem großartigen letzten Blick auf die Berge belohnt.
Jeder hat sicher mal Bilder gesehen von Leuten, die an einem Überhang in riesiger Höhe sitzen und ihre Beine baumeln lassen. Das werdet ihr von mir nicht sehen. Als bekennender Feigling, vor allem, wenn es um Höhe geht, habe ich mich mit etwas Abstand von der Kante auf einen Stein gesetzt, und nur die Seele baumeln lassen.
War trotzdem schön. Leider geben die Bilder nicht wirklich die Höhe wieder, auch nicht der Wind, der einem da oben um die Nase wehte, aber das sollte eigentlich nur noch mehr dazu auffordern, diese Aussicht einmal selber zu erleben.

Hier war der Weg noch besser.

Hier war der Weg schon schwerer.

Und hier war irgendwo der Weg.

Die erste Aussicht.

Der letzte Blick zurück, unten links sieht man...

... die Straße, über die ich gekommen bin und an der, noch weiter unten, mein Auto steht.


6 Meilen nach dem Parkplatz endete dann aber der Blue Ridge Parkway und der Skyline Drive durch den Shenandoah National Park begann. Und direkt an der Stelle war eine Ausfahrt und auch mein Motel. 
Heute würde ich mir mal wieder wünschen, dass das Internet auch Gerüche überträgt. Aber zum Glück war es nur intensiv, aber nicht wirklich unangenehm, ich habe schon schlechter gewohnt in den letzten Wochen.

Das Ende des einen Parkway, der Beginn des anderen.
So, nun, wie angedroht, noch mehr Bilder von unterwegs.
















Ab morgen werden Straßen nur noch benutzt, um von A nach B zu kommen und dabei vorzugsweise nun Interstates benutzt. Ich hoffe, ich habe einigermaßen Glück mit dem Verkehr, aber von nun an geht es in die Städte, die Verkehr garantieren. Erst nach Washington D.C. und dann auf die Straße von dort nach New York City, die die kleinen Städtchen Baltimore und Philadelphia passiert. Hier leben genug Menschen, um die Straßen so richtig zu füllen. Dreimal noch Autofahren.
 Den Skyline Drive werde ich auslassen, denn der Shenandoah Nationalpark ist kostenpflichtig.